Betriebswirtschaftliche Beratung

Erfolgreiche betriebwirtschaftliche Beratung setzt absolute Kompetenz des Beraters, unbedingte Zeitnähe und eine hohe Qualität der Rechnungslegung voraus. Andernfalls können irreversible Fehlentscheidungen getroffen werden.

 

Mit zunehmender Abweichung der Steuerbilanz von der Handelsbilanz aufgrund aggressiver Steuergesetzgebung nimmt betriebswirtschaftliches Controlling erheblich an Bedeutung zu.

 

Heute kann keine Investitionsentscheidung mehr getroffen werden, ohne vorher deren finanzielle und steuerliche Auswirkung auf den Cash Flow des Unternehmens geprüft zu haben. Die Frage der richtigen Finanzierung von Investitionen beeinflusst inzwischen die mittelfristige Liquiditätsplanung jedes Unternehmens. Spontaninvestitionen aufgrund gefüllter Bankkonten werden durch lange Abschreibungszeiträume steuerlich bestraft.

 

Wenn Maschinen eine Abschreibungsdauer von ca. 15 Jahren haben, zahlt der Investor nicht nur die Anschaffungskosten, sondern als Kompott zusätzlich noch Einkommensteuer- oder Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer auf den durch verschwindend geringe Abschreibungen geminderten Investitionsbetrag. Die begrenzt auf 2009 bis 2010 wieder eingeführte degressive Abschreibung von 25% gem. § 7 Abs. 2 EStG  entspannt die Situation marginal temporär. Auch bei Entscheidungen zwischen Leasing / Mieten oder Kauf sind die Steuerbemessungsgrundlagen erheblich ausgeweitet worden, so dass auch hier eine betriebswirtschaftliche Kalkulation wegen der zusätzlichen Gewerbesteuerbelastung zwingend erforderlich ist. Daher bringt das Zitat von Bing Crosby „Ein reicher Mann ist, wer seine Steuern zahlen kann, ohne Schulden machen zu müssen.“ die enge Verzahnung von Steuerberatung und betriebswirtschaftlicher Beratung besonders deutlich auf den Punkt.

 

Der wegen steuerlicher Gründe liquiditätsseitig  zunehmende Zwang zur Fremdfinanzierung wirkt sich  neben dem positiven Leverage-Effekt (Erhöhung der Eigenkapitalrentabilität durch Aufnahme von Fremdkapital)  wegen der geminderten Eigenkapitalquote negativ auf die Kreditwürdigkeit und das Rating der Unternehmen aus. Hier ist regelmäßiger betriebswirtschaftlicher Beratungsbedarf geboten, um eine gesunde Balance von Eigen- und Fremdkapital zu halten.

 

Auch in den Fällen der tückischen Gegenläufigkeit  von Cash Flow und Working Capital ist im Rahmen der Kennzahlenanalyse dringend auf die Überprüfung von Fristenkongruenzen und Deckungsgraden zu achten, weil bankseitig im nächsten Rating genau diese Faktoren über die Kreditvergabe- oder verlängerung entscheiden.